Ästhetik: Rohentwurf
Das Schönste, das wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht.
Albert Einstein

Es gibt keine Wissenschaft des Schönen, sondern nur Kritik.
Immanuel Kant
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Wer ein Blog anlegt und Auseinandersetzung anzetteln will, muß in Vorleistung gehen und Stoff anbieten. Ich habe mich entschlossen, etwas aus meinen Sudelbüchern vorzulegen. Die aphoristische Form hat ihren eignen Reiz, aber nicht jeder ist ein Nietzsche oder Lichtenberg, und so habe ich meine Geistesblitze thematisch – von oben nach unten – sortiert; zunächst, um mich bei künftiger Bearbeitung selber darin zurechtzufinden, aber so fällt es mir auch leichter, sie fremden Blicken preiszugeben. Jetzt kann man sie so lesen, als ob sie in einem diskursiven Zusammenhang stünden, und das muß für fehlende sprachliche Grazie entschädigen. Entstanden sind sie zwischen 1998 und 2002, hier habe ich sie stilistisch leicht geglättet, um sie lesbar zu machen. ‚Veröffentlicht’ sind sie an dieser Stelle ja noch nicht, es bleibt hier en famille; das bitte ich den kritischen Leser zu bedenken.
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Register:
3.Kant-Zit.; das Bild ‚zeigt’ mehr, als drauf zu sehen ist; Platos Ideenlehre!
4. Dieses Mehr ist „Ausdruck“ (sofern er nicht wiederholbar ist!).
5. Ästhetisch betrachtet, „sehen die Dinge so aus, als ob“ sie eine Bedeutung an-und-für-sich-selbst beanspruchen wollten. (Das Ding an sich ist das Ding, wie es ästhetisch erscheint.)
7. ‚Das Schöne ist ein Bild der Transzendenz’.
8. Das Ästhetische entsteht als Gegensatz des Ökonomischen.
9. Das Ästhetische steht imGegensatz zum Diskursiven (=’Ökonomie der Vorstellung’).
10. Das Ökonomische ist dieEnt-Fremdung der Welt: „Entzauberung“; Kunst ist ihre „Verfremdung“.
11. Das Positive=das Bestimmte=das Zweckmäßige; Kunstwerk: das „als-unbestimmt“-Bestimmte
12. Schönheit ist ‚Freiheit in der Erscheinung’.
13. Auch in China und Japan gibt es eine „ästhetische“ Kunst!
14. ‚Sinnlich’= reproduzierbar. Das Symbol ist ein „Bild“, aber kein Abbild; Sprache – Spiel, prozessierendes System…
16. Erlebens-Strom; Figur-Grund: das „Erhebliche“; ‚Figur’ist Störung des ‚Grundes’.
17. Die Sprache konstituiertein „Zwischenreich“ des Gewöhnlichen, Geläufigen.
18. Nur was fremd ist, kann „bedeutend“ sein.
19. Schönheit, klassisch: Teilhabe an der kosmischen Harmonie; romantisch-modern: „ästhetisch-erheblich“ ist nur noch das, was der universellen Zweckhaftigkeit „ent-springt“; Kant – das Erhabene
20. Zweckmäßig „ohne Zweck“ist doch auch „mäßig“, d. h. einem Maß zu-gedacht; das modern-„Schöne“ ist démesuré.
21. Vollkommene Form - vollendete Gestalt – erfüllter Zweck ohne Zweck?!
23. Kosmetik kommt von Kosmos.
24. [Oskar Becker, „die Abenteuerlichkeit des Künstlers...“]
25. [Was dem Kunstbetrachter als eine Frage vorkommt, hat der Künstler für eine Antwort gehalten.]
26. ethisch-ästhetische Urteile sind „prädeliberativ“.
27. Die Welt kann als „Eine“ nur bestimmt-unbestimmt angeschaut werden: als Rätsel!
29. Das wirkliche Denken ist intuitiv; das diskursive Denken ist sekundär, hat sich in der Arbeitsgesellschaft als das „zweckmäßigere“ nach vorn geschoben. (Am Ende der Arbeitsgesellschaft tritt das anschauliche Denken wieder hervor: „Ästhetik“.)
30. „Existenzialien“ passen nicht in den „Begriff“, sondern nur ins Bild; sind nicht „gegeben“, sondern Problem.
31. [Gottfried Sempers Ästhetik]
32. [M.’s Bilder] Was nicht die Frage Was soll das bedeuten? aufwirft, ist keine Kunst.
33. [Kant] Das Schöne; das Erhabene
35. Das Ästhetische ist eine männliche Dimension der Welt.
36. Ehre und Anstand sind ästhetische Qualitäten.
38. Ästhetik und Urteilskraft [neu]
39. Zeichnuung, Symbol, Kunst [neu]